Tag: Fairplay

Jul 06 2016

20 Jahre Einsatz für Fairplay und Respekt!

Stanislas

Eine intensive Verbindung seit der Gründung der Zusammenarbeit von Fans respect Fans mit der Französischen Dachorganisation der Fanclubs Union Nationale des Supporters de Basket (UNCSB) 2014 in Orléans wurde dieses vergangene Wochenende nach 2 Jahren bestätigt.

Der Einladung von Jeremie Cozzi, Präsident des UNCSB, sind wir gerne gefolgt.  Bereits am Freitag, 1.7.2016 machten Walter, Matthias und ich uns auf dem nach Nancy.  Dieses Mal ging es außerdem noch um ein ganz spezielles Ereignis, nämlich das 20 Jährige Bestehen des UNCSB zu feiern.

NancyCity

Nach der Ankunft in Nancy machten Walter, Matthias und ich uns erst mal auf in die City von Nancy.  Bereits an der Rezeption im Hotel hatte man uns darauf aufmerksam gemacht, dass Abends ein ganz besonderes Ereignis auf dem Programm stand, nämlich die Illumination am Rathaus/Rathausplatz, Place Stanislas.

Illu1

Nach einem exzellenten Essen genossen wir auf dem von vielen Menschen bevölkerten Platz die etwa 30 Minuten Lichtshow, am Rathaus, der Oper und mehreren anderen Gebäuden, die geprägt war von der Geschichte Frankreichs.

Am Samstag, Tag der Assemblée Générale des UNCSB machten wir uns gegen Mittag auf den Weg zum Stade Marcel Picot, dem Fußballstadion von AS Nancy-Lorraine, in deren Konferenzräumen die Versammlung bereits seit 9 Uhr morgens im Gange war.

Ein freudiges Willkommen unserer französischen Freunde machte uns klar: wir sind bei Freunden angekommen.  Die Versammlung nahm ihren Lauf und nach den administrativen Themen von UNCSB im Laufe der Jahresversammlung und den Berichten der einzelnen Fanclubs stand eine kleine Mittagspause auf dem Programm.

FussballMascot

Bevor es weiter ging im Programm stand eine Stadiontour auf dem Programm, Wir wurden durch das Stadion von AS Nancy geführt, durften die Kabinen besichtigen und Fotos mit dem Maskottchen machen.  Uns wurde stolz erzählt dass Nancy aufgestiegen war und die nächste Saison in der 1. Liga spielen würde.

Als ein Höhepunkt des Tages konnte Jeremie dann einige Ehrengäste begrüßen.  Martial Bellon, der Vizepräsident des LNB (Ligue nationale de Basket) war extra aus Straßbourg angereist um dem UNCSB zum Jubiläum zu gratulieren, ebenso Gérald Nivelon, ein Vertreter des FFBB (Féderation Française de Basketball).

Smalltalk

Nach Smalltalk zwischen Walter, Jeremie und den Repräsentanten des LNB und FFBB  bekam Walter offiziell die Möglichkeit sich für die Einladung zu bedanken, die gemeinsamen Ziele und die nützliche, Länder übergreifende Verbindung zwischen FrF und UNCSB für Fairplay und Respekt zu betonen.

Ignf

Als Gastgeschenk brachten wir ein Banner mit, das wir bereits in Lille bei der EM eingesetzt hatten: Immer Gegner, niemals Feind, dreisprachig. Auch unsere Armbänder und die neuen Flyer fanden großen Anklang. Später kamen noch der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Nancy und der Generalsekretär des SLUC Nancy Basketball Teams, Jean-Charles Bregeon um ihre Grußworte zu überbringen.

Als letzten Punkt des Programmes folgte, es war bereits 18 Uhr, die Verleihung der Fairplay Preise.  Die Preise gewannen folgende Fanclubs:

ProA (entspricht BBL): Nanterre Les Dunkers

ProB (entspricht ProA): Boulazac Les Gouyats

Damenteam:   Billeneuve D’Ascq  Les Z’hurlants officiel

Nationalteam: Blois La Ruche

Abgerundet wurde die Versammlung durch ein Glas Champagner und Canapes!!

Ein tolles Abendessen in einem Restaurant in dem wir uns alle abends getroffen haben, mit Musik und Feuerwerk, rundete die Begegnung mit unseren französischen Freunden ab.  Und wie nicht anders erwartet so hatte auch so mancher Fanclub ein Gastgeschenk parat.

ShirtSo bekamen Walter und Matthias jeweils ein Trikot des Fanclubs Boulazac Les Gouyats. 13613150 10206349179514969 385150935273184545 o Mir wurde ein Tshirt von der „Dunky Family“ aus Nanterre überreicht.

Die ausgelassene Feier ging bis spät in die Nacht und am nächsten Tag ging es gegen mittag dann wieder Richtung Heimat.  Ein tolles Wochenende bei Freunden ging zu Ende.  Die Botschaft von Respekt und Fairplay wurde bekräftigt und die gemeinsamen Ziele von FRF und UNCSB hervorgehoben. Viele Pläne wurden angedacht für die Zukunft, so eine gemeinsame Versammlung in Deutschland und ein Fanclubturnier in Frankreich.  Wir werden uns weiterhin aktiv  für unsere Freundschaft einsetzen und an den gemeinsamen Zielen für eine friedliche, respektvolle und von Fairplay geprägte Basketballszene festhalten.

Immer Gegner, niemals Feind

Toujours adversaire, jamais ennemi

Always opponent, never enemy

Nancy 1-3 Juli 2016

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Nov 03 2015

Unser Preis ist eine Aufforderung, im Wirken nicht nachzulassen

Liebe Freunde,
die gestrige Ehrung durch die Stadt Bamberg und die Verleihung des Preises für Zivilcourage „handeln statt wegschauen“ erfüllt uns mit großer Freude und Dankbarkeit. Seit Beginn unserer Initiative haben wir durch die Stadt Bamberg stets großzügige und wohlwollende Unterstützung erfahren, wenn wir Gäste aus anderen Basketballorten in unserer schönen Stadt Bamberg empfangen haben. Die Zusammenarbeit mit dem Fanclub der deutschen Basketball Nationalmannschaft hat sich in den letzten Jahren bewährt. Die Trommler werden in der Mehrheit von Mitgliedern unseres Vereins gestellt. Wir sehen hier eine gute Gelegenheit international für Deutschland ein Zeugnis einer guten Fankultur zu geben. UncsbDie Zusammenarbeit mit unseren französischen Partnern ist hervorragend. Das Grillfest des örtlichen Fanclubs von Lille zu dem wir (Fanclub der deutschen Basketball Nationalmannschaft) eingeladen waren, war für uns der eigentliche Höhepunkt der Europameisterschaft.

DijonWas aktives, positives Handeln bewirken kann zeigt dieses Bild (Bamberg in Dijon) auf:
Es kommt nicht oft vor, dass nach einem internationalen Spiel die Gästefans von den Heimfans in den Fanblock eingeladen werden, um dort freundlich begrüßt zu werden und Bilder von dieser Aktion gemacht werden. Man macht nicht ein Bild damit ein Bild gemacht ist sondern weil eine Botschaft vermittelt werden soll: Schaut her, das ist Basketball, das ist Fan-Freundschaft, so soll es sein und so soll es bleiben!

Bei all den Erfolgserlebnissen ist mir eine Sache wichtig:
Unser Verein ist in Bamberg gegründet worden. Gründungsmitglieder waren neben Bamberger Fans auch Fans aus München, Bremerhaven und Berlin und in der Folge aus ganz Basketball-Deutschland, Liga-übergreifend. Natürlich steht Bamberg nicht nur deswegen im Mittelpunkt, weil dies die Heimat des deutsche Serienmeisters ist/war, sondern auch weil viele Aktivitäten eben von Ulli und mir und unseren Bamberger Mitgliedern und Freunden aus gingen und gehen.

Leider war in den letzten Jahren die Bamberger Frankenhölle nicht gerade ein Synonym für Gastfreundschaft. Bereits vom 1. Tag an, als die Ulmer Fans in den Play-offs 2012 auf „gefühlt nicht vorhandene“ Stehplätze ganz oben in der Halle „verbannt“ wurden und dann in der gesamten Folgezeit, als die Gastfans im Stehblock hinter den Heimfans untergebracht wurden, haben wir dies als „Fans respect Fans“ bei unserem Basketballverein bei jeder sich bietenden Gelegenheit angesprochen und auf eine Änderung zugunsten der Gastfans gedrängt. Wir haben in dieser Zeit deswegen viel Prügel einstecken müssen: Von Bamberger Seite wegen der Kritik, die wir ständig angebracht haben, von anderen Fans und Fanclubs, weil sie meinten wir wären in dieser doch so für uns prädestinierten Angelegenheit untätig gewesen. Mir persönlich tut es vor allen Dingen um diejenigen Freunde leid, die deswegen Abstand von uns genommen haben.
Durch den Führungswechsel im letzten Jahr im Management bei BroseBaskets sahen wir die Notwendigkeit unsere Anliegen erneut vorzubringen und nahmen die Gelegenheit einer Aussprache dankend an. Das letzte Gespräch mit dem Geschäftsführer von Brose Baskets, Rolf Beyer, führte dann in der Folge maßgeblich mitentscheidend zu den Änderungen, die beim Fanclubtreffen der BBL in Köln im Sommer diesen Jahres bekannt gegeben wurden.
Jahrelange Bemühungen für eine bessere Behandlung  unserer Gastfans haben sich letztendlich ausgezahlt. Ich freue mich darüber sehr, und zitiere an dieser Stelle Herrn Rolf Beyer, Geschäftsführer der Brose Baskets aus seiner Laudatio anlässlich der Preisverleihung:

„…Ich möchte mich an dieser Stelle bei den Schells für ihren Einsatz, ihre Hartnäckigkeit zur ständigen Verbesserung der Situation in Bamberg herzlich bedanken.
Bei vielen Gäste Fans werden wir, die BroseBaskets, als schlechte Gastgeber angesehen. Wir würden die Gäste Fans schlecht behandeln, weil unsere Tickets zu teuer sind, die Platzierung in Fanblocks unpassend wäre und sie von unserer Organisation schlecht behandelt würden.
Die Brose Baskets wollen die besten Gastgeber für alle Fans sein und haben dazu wesentliche Schritte unternommen, die sowohl die Platzierung als auch die Bepreisung von Gästetickets fair umsetzen. Beim Fanclubtreffen der BBL im Sommer haben wir dies vorgestellt, und es wurde sehr positiv aufgenommen. Für Walter Schell war dies eine innere Genugtuung. Für diesen Einsatz nochmals meinen Dank.

Die Brose Baskets stehen hinter den Werten, die Fans respect Fans vermittelt! Für diese Werte lohnt es sich einzustehen;  sie verdienen öffentliche Aufmerksamkeit und Anerkennung. Die Verleihung des Preises „Handeln statt Wegschauen“  zur Auszeichnung für Zivilcourage geht daher dieses Jahr zurecht an Fans respect Fans…“

Vielen Dank, lieber Rolf Beyer, für diese klaren Worte!

 

Rede von Bürgermeister Dr. Christian Lange in Vertretung von Oberbürgermeister Andreas Starke zur Verleihung der Auszeichnung für Zivilcourage „Handeln statt Wegschauen“ am Montag, 2. November 2015, 17 Uhr, im Treff des E.T.A.-Hoffmann-Theaters 

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Nov 29 2014

Zeichen setzen für Toleranz, Respekt und Fairplay – gegen Anfeindungen und Gewalt!

Gruppenfoto mit Herrn Weiss, Präsidenten des DBB für unsere gemeinsame Sache Fans respect Fans e.V.

Gruppenfoto mit Herrn Weiss, Präsidenten des DBB für unsere gemeinsame Sache Fans respect Fans e.V.

Der tragische Tod eines Fans in Istanbul ist das Ende einer Spirale, die irgendwo auch einen Anfang hat. Gewalt beginnt immer im Kopf und ist das Resultat einer fehlerhaften Entwicklung.

Für die Erziehung unserer Kinder und der Jugendlichen ist in erster Linie das Elternhaus verantwortlich. Wenn die Jugendlichen eine Heimat beim Sport finden wollen, dann liegt die Verantwortung für die charakterliche Entwicklung auch bei den Sportvereinen. Fan-Kultur hat viele Facetten. In der Regel begegnen sich die Fans mit Respekt. Ist dies jedoch nicht der Fall, so ist auch der Verein gefordert und kann sich nicht aus seiner Verantwortung verabschieden.
Ich zitiere aus der Satzung des Bayerischen Landes-Sportverbandes e.V (BLSV), Para 4 Abs 3:
„Der BLSV nimmt die gesellschaftspolitische Aufgabe wahr, für die soziale, erzieherische, präventive und integrative Funktion des Sportes zu wirken.“

Ähnliche Satzungsinhalte gibt es sicherlich bei allen Sportvereinen.
Unsere Initiative und unser Verein hat als Slogan und als Programm den Leitsatz: „Fans respect Fans“. Dies ist nicht als Grundhaltung gemeint, die man im Keller verbirgt, sondern als aktives öffentliches Bekenntnis. Die oft abschätzig kommentierte Aktion des „Bildermachens mit Schal und einem gegnerischen Fan“ macht Sinn. Durch das couragierte Beispiel wird aufgezeigt, dass es neben Fanatismus und Korpsgeist in den eigenen Fanreihen einen weiteren Weg gibt, die eigene Mannschaft mit Herzblut zu unterstützen, und gleichzeitig mit den gegnerischen Fans respektvoll umzugehen. Und zwar „always and everywhere“. Zugegeben, dies geht über das „normale“ „Fanverständnis“ hinaus, ist aber diesem nicht abträglich, sondern eher eine Bereicherung im Sinne der integrativen Funktion des Sportes. Wir sind mit unserem Handeln Botschafter unseres Vereines, unserer Stadt, unseres Landes. Uns bleiben also eine Bandbreite von Optionen, wie wir unsere Unterstützung unserer Mannschaft zum Ausdruck bringen. Wir haben uns für unseren Weg entschieden und lassen uns nicht durch Störfeuer von „Fans“ abbringen, die meinen, dass ihre Aufgabe darin besteht, unsere Initiative zu „bekämpfen“.
Ein schräger oder abschätziger Blick oder Kommentar unserer „Mit-Fans“ sollte uns nicht davon abhalten für unsere gute Sache einzustehen und zu werben!

Wollen wir in kleinem und großen Rahmen für unsere Sache werben, dann ist es jetzt Zeit uns entsprechend zu entscheiden. Dabei ist es wichtig, das jeder in seinem Umfeld aktiv wird. Ich werde dies in meinem Umfeld weiterhin tun. Wer Anregungen oder Hilfe braucht, kann sich gerne an mich oder andere aktive Mitglieder wenden. Aber aktiv vor Ort muss jeder selbst werden.
UNCSB2Ich möchte ausdrücklich auf unsere Zusammenarbeit mit dem französischen Dachverband der Fanclubs (UNCSB) zusammen mit dem Fanclub der Nationalmannschaft hinwiesen und dafür werben. Hier haben wir die Chance, Länder- und Nationen übergreifend ein deutliches Zeichen zu setzen, und damit für andere Fans einen Weg aufzuzeigen, wie man durch AKTIVE Arbeit zu einem respektvollen Umgang untereinander gelangt.

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