Tag: Auswärtsfans

Mrz 16 2015

Kleines Geschenk + wichtige Botschaft = Grosse Wirkung

Ohrenstöpsel mit Botschaft

Ohrenstöpsel mit Botschaft

Grosse Wirkung, auch wenn manche da schmunzeln mögen. Aber wer einmal neben den Auswärtsfans der Bamberger in einer Arena in Deutschland sitzen musste, weiss die positive Wirkung diese kleinen Dinger im Ohr zu schätzen denn sie schonen das Gehör.

Da es uns ein Anliegen ist in fremden Arenen mit den einheimischen Fans ein gutes Zusammenleben zu pflegen während unseres Aufenthaltes, haben wir dieses kleine Geschenk immer parat.

Die kleine, grosse Botschaft auf dem Päckchen ist unser Motto, unsere Lebenseinstellung und die Art und Weise wie unsere Mitglieder sich zu einem friedlichen Miteinander bekennen. Rivalität und Heissblut, Playofffeeling ohne wenn und aber: Bei allen Teilnehmern, den Fans, dem Team und dem Verein ist dies der Höhepunkt der Saison, das Salz in der Suppe und muss sein.

Wie man jedoch sein Messlatte legt, wie man seinen/ihren Standard für das Verhalten seinen gegnerischen Fans gegenüber definiert, sich selbst daran hält und nicht nur von anderen fordert, das muss jeder selbst wissen. Man muss auch wissen dass, wenn man zündelt, es brennen kann und man eventuell den Zeitpunkt verpasst wo man löschen kann. Dies haben vor allem die Vereine selbst in der Hand und man kann das auch sehr gut beobachten, wenn man sich damit befasst, wie sehr diese Strukturen zwischen Verhaltensweisen der Fans und der Vereine zusammenhängt.

Und da es jetzt in die Endphase der Saison geht und wir kurz vor den Playoffs stehen, sollte „man“ trotz allem Ehrgeiz und Zwang zum Erfolg auch mal darüber nachdenken. Erfolg ja, aber nicht um jeden Preis. Oder doch?

Übrigens kamen die Ohrenstöpsel auch in unserer eigenen Arena schon zum Einsatz, durch Fans aus Braunschweig, Freunde, auf die wir uns jedes Jahr wieder total freuen wenn sie Gast in der brose Arena sind.

Lasst euch den Ruf eurer Fangemeinde aus eurem jeweiligen Standort nicht vermiesen von einigen wenigen, ob BBL, ProA, ProB oder wo auch immer. Ihr seid Botschafter eurer Stadt wenn ihr andere Arenen in anderen Basketball Standorten besucht. Und denkt dran, der Ruf eilt euch beim nächsten Mal voraus 😉

Pöbeleien, anstacheln von Fans durch im „Hintergrund agierende Fans““ sind nicht das Salz in der Suppe, jetzt nicht, in der Zukunft nicht – das war es nie.

 

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Nov 29 2014

Zeichen setzen für Toleranz, Respekt und Fairplay – gegen Anfeindungen und Gewalt!

Gruppenfoto mit Herrn Weiss, Präsidenten des DBB für unsere gemeinsame Sache Fans respect Fans e.V.

Gruppenfoto mit Herrn Weiss, Präsidenten des DBB für unsere gemeinsame Sache Fans respect Fans e.V.

Der tragische Tod eines Fans in Istanbul ist das Ende einer Spirale, die irgendwo auch einen Anfang hat. Gewalt beginnt immer im Kopf und ist das Resultat einer fehlerhaften Entwicklung.

Für die Erziehung unserer Kinder und der Jugendlichen ist in erster Linie das Elternhaus verantwortlich. Wenn die Jugendlichen eine Heimat beim Sport finden wollen, dann liegt die Verantwortung für die charakterliche Entwicklung auch bei den Sportvereinen. Fan-Kultur hat viele Facetten. In der Regel begegnen sich die Fans mit Respekt. Ist dies jedoch nicht der Fall, so ist auch der Verein gefordert und kann sich nicht aus seiner Verantwortung verabschieden.
Ich zitiere aus der Satzung des Bayerischen Landes-Sportverbandes e.V (BLSV), Para 4 Abs 3:
„Der BLSV nimmt die gesellschaftspolitische Aufgabe wahr, für die soziale, erzieherische, präventive und integrative Funktion des Sportes zu wirken.“

Ähnliche Satzungsinhalte gibt es sicherlich bei allen Sportvereinen.
Unsere Initiative und unser Verein hat als Slogan und als Programm den Leitsatz: „Fans respect Fans“. Dies ist nicht als Grundhaltung gemeint, die man im Keller verbirgt, sondern als aktives öffentliches Bekenntnis. Die oft abschätzig kommentierte Aktion des „Bildermachens mit Schal und einem gegnerischen Fan“ macht Sinn. Durch das couragierte Beispiel wird aufgezeigt, dass es neben Fanatismus und Korpsgeist in den eigenen Fanreihen einen weiteren Weg gibt, die eigene Mannschaft mit Herzblut zu unterstützen, und gleichzeitig mit den gegnerischen Fans respektvoll umzugehen. Und zwar „always and everywhere“. Zugegeben, dies geht über das „normale“ „Fanverständnis“ hinaus, ist aber diesem nicht abträglich, sondern eher eine Bereicherung im Sinne der integrativen Funktion des Sportes. Wir sind mit unserem Handeln Botschafter unseres Vereines, unserer Stadt, unseres Landes. Uns bleiben also eine Bandbreite von Optionen, wie wir unsere Unterstützung unserer Mannschaft zum Ausdruck bringen. Wir haben uns für unseren Weg entschieden und lassen uns nicht durch Störfeuer von „Fans“ abbringen, die meinen, dass ihre Aufgabe darin besteht, unsere Initiative zu „bekämpfen“.
Ein schräger oder abschätziger Blick oder Kommentar unserer „Mit-Fans“ sollte uns nicht davon abhalten für unsere gute Sache einzustehen und zu werben!

Wollen wir in kleinem und großen Rahmen für unsere Sache werben, dann ist es jetzt Zeit uns entsprechend zu entscheiden. Dabei ist es wichtig, das jeder in seinem Umfeld aktiv wird. Ich werde dies in meinem Umfeld weiterhin tun. Wer Anregungen oder Hilfe braucht, kann sich gerne an mich oder andere aktive Mitglieder wenden. Aber aktiv vor Ort muss jeder selbst werden.
UNCSB2Ich möchte ausdrücklich auf unsere Zusammenarbeit mit dem französischen Dachverband der Fanclubs (UNCSB) zusammen mit dem Fanclub der Nationalmannschaft hinwiesen und dafür werben. Hier haben wir die Chance, Länder- und Nationen übergreifend ein deutliches Zeichen zu setzen, und damit für andere Fans einen Weg aufzuzeigen, wie man durch AKTIVE Arbeit zu einem respektvollen Umgang untereinander gelangt.

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Dez 03 2013

Championscup – Titel ohne Mittel?

Alba-BroseNein, da bin ich ganz und gar nicht dieser Meinung  die der Bamberger Fanclub auf seiner Facebookseite gepostet hat!  Es geht schon „um die Ehre“ wenn man dieses Spiel als Meister und Pokalsieger austragen darf.  Und wenn man es verliert ist es wie bei jeder Niederlage – einfach bescheuert.

In der mit über 9000 Zuschauern gefüllten O2 World in Berlin war es wie immer eine super Stimmung, ja,  die Berliner Fans haben das geschafft auch „ganz alleine“ eine tolle Stimmung zu zaubern.   Als Bamberger Fan, jedoch fühlte man sich schon ein bißchen alleine.  Die Trommel hatten wir daheim gelassen da es keinen Sinn macht mit nur einer Trommel und nur vereinzelten Bamberger Fans gegen mehr als 9000 Berliner Fans in Hochstimmung, die ihre Chance witterten,  anzugehen.

Wie kam es dazu dass keine, bzw. kaum Fans aus Bamberg anreisten? Es fuhr kein Fanbus!!! Genau, kein Fanbus, obwohl es immer hieß, so habe ich es immer verstanden, und darauf waren wir immer stolz, dass IMMER ein Bus zu den Auswärtsspielen fährt.  Offensichtlich bestand kein Interesse bei den Fans. Ignorierte man die O2 World weil man ja als „Meister“ Heimrecht für diesen Championscup gehabt hätte? Ich kann nur spekulieren und mir meine Gedanken machen. Tatsache jedoch ist die Spielplatzwahl mit dem Einverständnis von Brose Baskets geschah, so der stellv. Manager bei der Mitgliederversammlung des Fanclubs. Also, warum lässt man seine Mannschaft zum Saisonstart alleine nach Berlin fahren? Fehlt den Fans der Anreiz,  ihre Mannschaft bei Auswärtsspielen zu unterstützen und vor allem ist es noch der dringende Wunsch des Vereins, dass eine Fangruppe dabei ist? Sind Auswärtsfans überhaupt noch „notwendig“, oder fallen die Auswärtsfans der „Planungssicherheit“ der Vereine  zum Opfer? Dieses „Nicht-Interesse“ passt eigentlich genau in die momentante Diskussion um die 300er Regelung und alles was damit verbunden ist.

Ja, und es kam wie es kommen musste, wir haben den Sieg zum Saisonstart, somit den ersten Titel, der eine Frage der Ehre ist, verpasst.  Aus welchen Gründen auch immer.  Wir haben uns schwer getan gegen ein Berliner Team das schon besser eingespielt war, von den Fans getragen wurde und keinen Gegenwind  zu spüren bekam, jedenfalls nicht von Fanseite.

Auch einen hässlichen Pokal nimmt man gerne mit nach Hause, keine Frage,  und eine Siegerehrung ist eine Siegerehrung, an der jeder in der Arena  Anteil nehmen sollte  und dem Sieger Respekt zollen, auch wenns in manchen Augen ein „Titel ohne Mittel“ war.  Diesen Moment muss man dem Sieger einfach gönnen.

Abgeklatscht wurde, hmmm, …..natürlich nicht, aber am Mannschaftsbus gabs für mich doch noch ein paar  nette Begegnungen und Fotos mit Sharrod Ford, den die Berliner Mädels feierten und ein Ständchen sangen und Zack Wright, ein „Lichtblick“ im neuen Bamberger Team.  Unseren Karsten haben wir dann noch ausführlich gelobt für sein super Spiel, das mußte einfach gesagt werden, dann gings mit unseren Siegern Simone und Micha in die Hotelbar auf einen Absacker.

Auf gehts in eine hoffentlich respektvolle Saison mit vielen tollen Auswärtsfans, egal woher. Lasst euch diese Freude nicht nehmen, ihr seid herzlich willkommen!

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Jul 31 2013

Auswärtsfan 301 – mehr als ein Name

Es sind diese ganz besonderen Spiele, die uns allen in Erinnerung bleiben – Finalspiele, Derbys, Klassiker über viele Jahre hinweg:

Bamberg – Bayreuth, Bamberg – Würzburg, Bamberg – Berlin, Bamberg – Ulm, Bamberg – Bonn, Bonn – Trier, Bonn – Hagen, Bremerhaven – Oldenburg, Bremerhaven – Quakenbrück, Bremerhaven – Oldenburg, Oldenburg – Quakenbrück, Ulm – Tübingen, Ulm – Ludwigsburg, Frankfurt – Würzburg, Frankfurt – Gießen, Gießen – Hagen, München – Ulm, München – Bamberg – und es wird den ein oder anderen Fan geben, der noch weitere besondere Spiele dazu beitragen kann.

Wenn ich an die neue Regelung der Vereine zum Gästeticketkontingent denke, bin ich emotional aufgewühlt. Zum Einen, weil die Vereine eine Möglichkeit haben, entsprechende wirtschaftliche Möglichkeiten zu haben, zum Anderen, weil es mir als Fan möglicherweise in der Zukunft nicht möglich sein wird, unseren Sport positiv als Mensch begleiten zu können und dabei mithelfen zu können, daß der deutsche Basketball vorankommt, zur stärksten Liga Europas werden zu können.

Natürlich braucht jeder Verein Geld, um etwas schaffen zu können – sei es Spielertransfers oder den Bau neuer Sportstätten z. B. für den Nachwuchs, oder zur Bezahlung der Mitarbeiter und Coaches und dem medizinischen Betreuerstab. Auch ein Scouting über die deutschen Grenzen hinaus bedarf finanzieller Aufwendungen.

Und dann sind da die Fans, die ihre Mannschaft dabei unterstützen, den bestmögliche Erfolg zu haben. Sie investieren Geld, um Tickets für die Spiele zu kaufen, die Busfahrt oder den Zug, die Benzinkosten und Unterkünfte zu zahlen. Für manchen Fan ist dies sein Leben. Mancher Fan tut das aus Freude am Sport und der Gemeinschaft unter den Fans.

In der BBL gibt es Spieler und Trainer und Offizielle aus sehr vielen Ländern. Auch die Fans kommen aus vielen Ländern dieser Erde. Jeder von ihnen hat eine persönliche Lebensgeschichte. Positive und negative Erlebnisse begleiten sie auf ihrem Lebensweg. Sie lassen das Leben emotional empfinden. Manche Erlebnisse bleiben nur kurz im Gedächtnis, manche ein ganzes Leben.

Und das ist die Tatsache, die uns alle verbindet. Wir alle können gemeinsam dafür sorgen, daß es für uns alle zu einer positiven Entwicklung im Sport und zwischenmenschlichen Bereich kommt.

Und jetzt liegt es meiner Meinung nach an uns allen, wie wir mit dieser Regelung des Gästeticket-Kontingents umgehen. Unser aller aktives Mitwirken gibt die Möglichkeit, die Begrenzung auf 300 Gästefans wieder aufzulösen.

Zur aktiven Mitwirkung in dieser Angelegenheit hilft mir auch natürlich wieder das „Mia san Mia“. Darin sind folgende Orientierungshilfen enthalten:

3. MIA SAN VORBILDER: Auf und neben dem Platz sind wir Vorbilder für die Jugend. An unseren Werten und wie wir diese leben, orientieren sich die Sportler von morgen.

Es ist mir fern, Jemanden und Etwas zu verurteilen, ohne den gesamten Zusammenhang auch begreifen zu können. Ein vorbildliches Verhalten ermöglicht bestmöglich ein gemeinsames Wirken für die Menschen.

5. MIA SAN INNOVATION: Die Verbesserung auf allen Ebenen unserer Arbeit ist unser Ansporn. Ob sportlich, administrativ, technologisch oder zwischenmenschlich, lernen wir täglich dazu und wollen Maßstäbe setzen und Vorreiter als einer der Topclubs der Welt sein.

Im zwischenmenschlichen Gespräch von Offiziellen und Fans können wir uns verbessern, denn dort sammeln wir alle Erfahrungen, die uns alle voranbringen und Positives bewirken.

7. MIA SAN GRENZENLOS: Unsere Wurzeln und Werte resultieren aus der Entwicklung unseres Landes. Durch unsere kulturelle Vielfältigkeit und die Erfahrungen, die wir in der täglichen Arbeit mit unseren Spielern und Mitmenschen machen, verbinden wir unsere Tugenden mit globaler Denkweise und verbessern unser Spiel (und unsere Unterstützung).

Wir sind die Menschheit. Aus vielen Ländern der Erde stammen wir. Jede persönliche Lebensgeschichte hat den Menschen nach Deutschland gebracht oder er ist hier geboren worden. Wir alle können voneinander lernen im Umgang miteinander.

9. MIA SAN RESPEKT: Ob Spieler, Geschäftsstellenmitarbeiter, Betreuer, Vorstand, Trainer, Aushilfen, Präsidium und Fans – ohne unseren respektvollen Umgang im Team wären wir nicht auf diesem Weltklasseniveau.

Ohne Respekt können wir nicht die Ziele erreichen, die für alle Menschen möglich sind. Respekt, den wir nicht anderen Menschen entgegenbringen, bringt negative Erfahrungen mit sich.

12. MIA SAN PARTNER: Zu unseren Fans, Fanclubs, Mitgliedern und Sponsoren pflegen wir ein partnerschaftliches Verhältnis. Doch wir wollen darüber hinaus zuverlässige, verläßliche Freunde sein. Wir leben und entwickeln den Sport mit all seinen Facetten zusammen weiter.

Mit Ehrlichkeit und Aktivität in allen Bereichen des Sports gelingt es, eine partnerschaftliche, zuverlässige, verläßliche Verbundenheit im zwischenmenschlichen Umgang zu erreichen, um aktiv zur Verbesserung beitragen zu können.

15. MIA SAN VERANTWORTUNG: Unserem gemeinnützigen Auftrag werden wir gerecht durch verantwortungsvolles Handeln. Vorbildlich kümmern wir uns um den Menschen. Toleranz, Hilfsbereitschaft und Fairness sind uns Verpflichtung.

Dieser Verantwortung bin ich bereit, mich zu stellen. Dabei können mir natürlich auch Fehler unterlaufen. Auch anderen Menschen unterlaufen Fehler. Die Erlebnisse, die wir haben, sind eine Orientierungshilfe auf unser aller Lebensweg.

Laßt uns alle gemeinsam dazu beitragen, daß wir mit allen unseren Erfahrungen, die wir im Leben gesammelt haben und noch sammeln werden, unseren geliebten Basketball zu einem Fest und Erlebnis für die Zuschauer in den BBL-Hallen wird, hier besonders für die zwischenmenschlichen Erfahrungen von Heim- und Gästefans, denn dort ist die Erfahrung von größtmöglicher Nachhaltigkeit.

Der 1. Schritt ist getan, der offene Brief an die Vereine durch die Fanclubs ist geschrieben worden.

Der 2. Schritt ist ermöglicht durch das öffentliche Bekenntnis als Erkennungszeichen eines Auswärtsfans 301.

Welche Schritte noch folgen werden, liegt in unser aller aktiver Mitgestaltung. Dazu haben wir alle die Möglichkeit, etwas gemeinsam zu gestalten. Die Fanclubs sind da ganz sicher eine richtige Ansprechstelle.

Alles Gute aus München von

Matthias

 

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Jul 25 2013

Auswärtsfan #301: Gegen die 300 Begrenzung – für die 10% Regelung!

Warum eine Regel schaffen, die man genau wenn sie zutreffen wird angeblich nicht anwenden will?
Es wird uns Fans versprochen, dass man darüber reden kann, wenn tatsächlich Bedarf besteht, mehr als 300 Karten in Anspruch zu nehmen, also z.B. bei Derbys oder Playoff-Spielen – ich glaube Euch kein Wort!!
Ihr habt vorher nicht mit uns Fans gesprochen, und habt die Begrenzung eingeführt, um sie  anzuwenden  wenn sie zutrifft!
Wetten, Ihr geht jetzt vor Ort und werdet den Zusammenhalt zwischen Verein, Mannschaft und Fanclub beschwören nach dem Motto „Wir gegen die andern, weil die anderen gegen uns sind“.
Wahrscheinlich fallen die Bamberger, Ulmer und Müncher Fans auf diese Falle herein. Das ärgert mich besonders! Nur wenn sich die Bamberger Fans für die Ulmer, die Ulmer für die Münchner und die Münchner für die Bamberger AUSWÄRTSFANS einsetzen, — und nur wenn die Fans den Unterschied machen wollen(!)  zwischen Fans, Fanclubs auf der einen und Management und Vereinen auf der anderen Seite, können wir etwas bewegen!
Die  Vereine werden jetzt versuchen ihren Fans zu erklären, warum diese Regelung sinvoll, notwendig und vorteilhaft ist.
Vorteil von dieser Regel haben nur ein paar Vereinszuständige, die im Vorfeld nicht einmal untereinander reden können um das Problem in den Griff zu bekommen, geschweige denn mit ihren Fans. Damit sie auch in Zukunft nicht miteinander reden müssen, haben sie nun die Regel eingeführt, um dann wenn es kritisch wird genau darauf zu verweisen und sich dahinter zurück zu ziehen. In den Playoffs geht es etwas rauher zu unter den Fans, aber natürlich auch unter den Vereinen. Dann wird man überlegen, wie man möglichst der Heimmannschaft die besten Voraussetzungen bietet, um zu siegen. Und dazu gehören Heim-Fans, die die eigene Halle zur Hölle für die Gastmannschaft machen. Wir bauen uns Trutzburgen auf und ziehen die Zugbrücken  hoch.
Und genau dann wollt Ihr die 300-Regel nicht anwenden??
Als 100% Fan der Brose Baskets, der fast alle Auswärtsspiele der letzten 5 Jahre dabei war stelle ich fest, dass ich in diesem Falle nicht hinter der Entscheidung meines Vereins stehe, falls er hier zugestimmt hat, was ich annehme.
Meine Solidarität und Unterstützung gehört in diesem Fall ausschliesslich der FANGEMEINSCHAFT, über die Hallengrenzen hinweg!
Gegen die 300 Begrenzung – für die 10% Regelung!

FANS RESPECT FANS!
Walter Schell

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Jul 21 2013

300 Auswärtsfans statt wie bisher 10 % – Ich frag mich nur warum?

Für mich ein echter Rückschritt für die Fankultur und auch für den Basketball!

Was bewegt nun die Vereine diesen Schritt zu tun?
Auf schönen dunk wird diskutiert, dass 90 % aller Spiele durch diese Regelung nicht negativ betroffen sind, da die Anzahl der Auswärtsfahrer unter 300 liegt – ja, dem stimme ich zu.
Aber: Wenn der Grund für diese Regelung in einem wirtschaftlichen Vorteil der Vereine durch z.B. mehr Dauerkarten oder Sponsorenplätze liegt, dann sind die 10 % der Spiele, die von dieser Regelung betroffen sind, genau die, die die Visitenkarte des Basketballs sind!
Dann gibt es sie nicht mehr – diese Spiele, die uns alle in lebhafter Erinnerung sind… die Highlights in denen kürzlich 700 Bonner in Oldenburg waren oder die Derbys im Süden, Norden Westen oder Osten.
Aber: Auf diese Art von Spielen fiebern wir doch alle hin und an diese erinnern wir uns noch nach Jahren. Das sind die Spiele, die Geschichten erzählen, die Außenwirkung haben, die das TV anziehen!! Und das hat doch im Wesentlichen mit der besonderen Fansituation zu tun – zwei Lager, die im Wechsel ihr Team nach vorne „peitschen“ oder in der Defense unterstützen. Das macht das Spiel zu etwas Besonderem und so wird unser Sport, den wir so lieben, bekannter und beliebter!!

Genau die Frage der Außenwirkung ist doch aktuell zentrales Thema der BBL. Wo wollen wir hin mit „unserem“ Sport? Wollen wir ein Event aus dem Spiel machen? Wollen wir Fans, die mit Leib und Seele zu Hause und auswärts hinter dem Team stehen? Wollen wir Fans, die in Wechselgesängen ihr Team anfeuern? Oder sollen die Spiele im Wesentlichen nur vor der heimischen Fangruppe stattfinden?

Identifikation mit Verein und Spieler – das wünschen sich die Vereine. Die Verbundenheit und Leidenschaft mit dem Team erfährt gerade auswärts noch mal eine andere Dimension. Jeder der schon mal auswärts dabei war, weiß, welche besondere Stimmung das ist – man fühlt sich als echte Einheit mit dem Team.
Auswärtsfahrer nehmen so viel auf sich, sitzen stundenlang im Bus, um ihre „Jungs“ anzufeuern. (Ich wäre gern häufiger dabei als mein Zeitmanagement das zulässt, umso mehr Hut ab vor denen, die sich regelmäßig auf den Weg machen!!)
Statt es für diese Fans immer schwieriger zu machen (die Platzierung in der Halle ist oft schon schlimm genug), sollten die Vereine, die diese neue Regelung wohl initiiert haben, eher mal überlegen, ob Auswärtsfans nicht mehr Unterstützung verdient hätten. Denn sie sind die Botschafter des Vereins. Sie machen (in der überwiegenden Zahl) friedliche Werbung für diesen tollen Sport!

Für große Hallen wie Berlin sind 10 % Kontingent für Auswärtsfans nie ein Problem. Insofern frage ich mich, was die Argumente des Vereins für eine Reduktion sein können. In z.B. Ulm oder Bamberg sieht das vielleicht anders aus, aber will man allen Ernstes die Halle zu 95 % nur mit Dauerkarten und Sponsoren füllen? Auch das wäre ein Rückschritt für den Basketball. Denn, wie sind denn viele von uns zum Basketball gekommen – meist doch als Gelegenheitszuschauer, der mal reinschnuppern wollte oder mitgenommen wurde. Nur so kann die Gesamtzahl der Basketballfans wachsen.
Und, was ist aktuell so schlecht an der 10 % Regelung? Best practice ist doch, dass meist schon weit vor Ablauf der 2 Wochen Frist klar ist, welches Kontingent von Auswärtsfans genutzt wird. Entsteht da den Vereinen wirklich ein wirtschaftlicher Schaden, indem sie die Karten aus dem Rücklauf dann nicht mehr verkaufen können – diese bei einem 300er Kontingent aber hätten verkaufen können?
Was ich mich auch frage ist, warum die Fanclubs so spät in diese Diskussion eingebunden wurden? Wovon lebt denn dieser Sport – letzten Endes doch von der Fanbasis, die, zumindest was die Auswärtsfans angeht, so mit Füßen getreten wird!

Diese Fanbasis ist meiner Meinung nach eine besondere im Basketball. Durch unsere Initiative Fans respect Fans durfte ich im letzten Jahr Fans vieler unterschiedlicher Vereine kennenlernen und es sind dabei einige vereinsübergreifende Freundschaften entstanden. Dies ist nur möglich, wenn man sich auf Auswärtsfahrten begegnet. Das zu erhalten oder eher noch zu fördern, sollte auch im Sinne der Vereine sein!
Aus den vorgenannten Gründen bin ich daher gegen diese neue 300er Regel, weil sie schlechte Werbung für den Sport ist und weil sie die Möglichkeit der Fankontakte und Fanfreundschaften bei Auswärtsspielen zu sehr einschränkt.

Als Mitglieder des Vereins Fans respect Fans e.V. haben wir uns den Erhalt und Ausbau dieser Fankontakte und Fanfreundschaften auf die Fahnen geschrieben und unterstützen daher die Forderung zur Rückkehr zur 10 % Regel unserer Fanclubs vor Ort, in denen viele von uns als „Auswärtsfans“ fest verankert sind. Denn wir wollen zukünftig auch weiterhin Derbys und PlayOffs mit großen Fanteilnahmen beider Mannschaften erleben – das sind die Highlights der Saison, die wir um nichts missen möchten!!

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